"Kanoniers" Geschichte
-eine kleine Chronik-  

 

Unser Haus, am Baustil ersichtlich, wurde kurz nach der Jahrhundertwende von der Familie Schroer erbaut.

 

 

 

 

Kurz nach Kriegsende entstand auf dem großen Grundstück eine Fassfabrik, in der nach alter Tradition Holzfässer gefertigt wurden. Für die Kinder war es damals ein großer Spass, zwischen den aufgebauten Holztürmen herum zu turnen oder mit der Lore auf und ab zu fahren.

 

Die Brauerei Stauder war damals der Hauptabnehmer der handgefertigten Holzfässer. Die Herstellung war sehr aufwendig, jedoch war es ein Erlebnis, den Küfern bei der Arbeit zuzusehen.

 

 

  

 

Da Bierfässer und eine Gaststätte zusammen passen, kam unserem Großonkel Heinrich Schroer die Idee, im Haus neben der Küferei einen Thekenraum einzubringen.

 

So entstand seinerzeit die Schenke "Zum Kanonier".

Später ging der Besitz an seinen Sohn, den Küfermeister Alfred Schroer, über.


 

 

Alfred und Else Schroer

 

(Alfred und Else Schroer mit ihrer Nichte Annemarie)

 

 

 

 

 

  (Original Küfer-Meisterbrief von Herrn Alfred Schroer )

 

 

 

 

 

 

 

Wir werden häufig auf das Wort „Schenke“ angesprochen, denn wir haben die Schreibweise mit „e“ bis heute übernommen

 

Im „Kanonier“ fühlten sich Steiger, Hauer und Bergleute ebenso wohl wie Gäste, die nicht dem Bergbau angehörten  

 

Jedoch war es hauptsächlich eine „Zechenkneipe“, die von den vielen Beschäftigten des nahe liegenden Hansenschachtes (Zeche Fritz-Heinrich) besucht wurde

 

Wo sich der heutige Thekenschrank befindet, gab es eine Durchreiche, früher auch Schalter genannt, über die Flaschenbier verkauft wurde. Im Außenbereich stand eine Bank, auf der die Bergleute gesellige Stunden beim Verzehr eines oder mehrerer Biere verbrachten. Es war eine schöne Zeit voller Zusammenhalt. 

 

Unser Vater, Herr Heinrich Weller sen., war seinerzeit Betriebsführer auf der nur wenige Meter entfernten Zeche Fritz Heinrich und gehörte in den 50-er Jahren zu den Stammgästen des „Kanoniers“. Das waren die goldenen Jahre unseres heutigen Restaurants, das wir mit Stolz und Liebe weiter führen. 

 

 

 

  (links Betriebsführer Heinrich Weller,

rechts Bischof -später Kardinal- Franz Hengsbach)

 

Sie finden noch heute in unserem Eingang den im Boden eingelassenen „Glückauf-Gruß“, der an diese Zeiten erinnert.  

 

 

 

Wir verfügen über viele Bilder, die wir aus dieser Zeit erhalten und im Lokal veröffentlicht haben.

 

 

Alte Lohnabrechnungen der Küferei, die unsere Mutter bis heute pfleglich verwahrt hat, haben wir eingerahmt und ebenfalls ausgehängt. 

 

Handgefertigte „Küferarbeiten“ aus Holz in Miniatur sind ebenfalls noch in unserem Besitz und diese haben wir auf unserem Thekenschrank deponiert. 

 

Wie Sie sehen, kann unser Lokal

„Zum Kanonier"

auf eine geschichtliche Ruhrgebietskultur zurück blicken.

 

 

 

Wir schätzen uns glücklich, Bürger des Ruhrgebietes zu sein und wir sind stolz auf unsere Bergleute, die maßgeblich an der Entwicklung des Ruhrgebietes und dem Aufbau unseres Lokals beteiligt waren.

Der Erhalt des Lokals „Zum Kanonier“ gehört bis heute zu unserer Lebensaufgabe

 

 

 

 

 

 

 

Haus mit Anbau und Werksgelände der Küferei 

"Zum Kanonier" | zum-kanonier@t-online.de